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Wie können wir die Winter Energie für uns nutzen?

Kinesiologie und die Energie des Winters

Wie hängen die miteinander zusammen? Die Energie des Winters können wir nutzen, um im Alltag das Loslassen zu üben, Pausen zuzulassen und innere Ruhe und Urvertrauen aufzubauen. In der Kinesiologie finden die Ansätze aus der Traditionellen Chinesischen Medizin, TCM, Anwendung in der ganzheitlichen Betrachtungsweise. Darauf wird später noch genauer eingegangen. So auch die Bedeutung und Einfluss der Jahreszeiten auf den Menschen und die Umwelt. Vor allem die energetische Komponente ist für uns Kinesiologen sehr spannend, da diese ganzheitliche Methode an der Körperenergie ansetzt. Kann diese frei fließen, fühlt sich der Mensch gesund und in seiner vollen Kraft. Um die Zusammenhänge besser zu verstehen, tauchen wir in die erste Jahreszeit ein, den Winter.

Der Winter – Wie erleben wir ihn?

Die Wintermonate sind meist nicht so beliebt, sind die Tage kurz und dunkel und es ist häufig kalt und ungemütlich. Für viele Menschen ist es eine schwierige Zeit. Antriebsschwäche, Kraftlosigkeit, Lustlosigkeit oder auch ein Gefühl von Trauer können sich einstellen. Unser Immunsystem ist auf Hochleistung programmiert: Es ist Erkältungszeit.

Welche Tonalität verkörpert der Winter?

Er kommt eher leise daher. Die meisten Tiere haben sich verkrochen, oder halten Winterschlaf. Vogelstimmen hört man nur noch vereinzelt und das Rauschen der Blätter im Wind fehlt gänzlich. Der Wald zeigt sich in undefinierbaren Grau-Braun-Tönen, das wirkt beruhigend auf unsere Augen, gibt es doch nicht mehr viel zu entdecken. Der Geruch nasser Erde umhüllt unsere Nasen, die Sinnesorgane können entspannen. Fällt Schnee, kommt das wahre Wesen des Winters noch mehr zum Vorschein, leise, langsam, beruhigend. Alles scheint weiter weg zu sein, für einen Moment still zu stehen. Eine schneeweiße Landschaft wirkt konturenlos, sanft. In diesem Zustand des Stillstandes sammelt die Natur Kräfte für den kommenden Frühling.

Der Mensch und die Jahreszeiten

Auch der Mensch bleibt nicht unbeeinflusst von deisem Wandel. Früher gewiss mehr als heute. Die Bauern z.B., die oft ein karges und arbeitsames Leben führten, zogen sich im Winter zurück. Erledigten ihre Hausarbeiten, Reparaturen, gingen früh schlafen und verbrauchten so wenig Energie wie möglich. Auch sie sammelten neue Kräfte für den kommenden Frühling. Heutzutage wird unser Lebensstil nicht mehr so direkt von den Jahreszeiten bestimmt. Dank technischer Errungenschaften sind Straßen und Wohnungen hell erleuchtet, überall ist es warm, der Alltag läuft wie gewohnt weiter. Vielleicht denken Sie jetzt: “Was habe ich denn davon, wenn ich meine Gewohnheiten an die Jahreszeit anpasse? Ist es nicht viel praktischer die Alltagsroutinen beizubehalten?”

Die Jahreszeiten in der TCM

Die Jahreszeiten können als Inspiration dienen und uns anregen über uns und unser Leben zu reflektieren. In der TCM geht man davon aus, dass alles Leben einem Wandel unterliegt und von zyklisch, dynamischen Abläufen geprägt wird. Das Modell der Wandlungsphasen beschreibt diesen immer wiederkehrenden Kreislauf. Die einzelnen Phasen werden Elementen zugeordnet, die in ihrer Qualität unterschiedliche Eigenschaften besitzen. Diese beziehen sich auf Jahreszeiten, Farben, Emotionen, Sinne, Organe Lebensphasen und Energien. Die einzelnen Elemente bilden einen immer wiederkehrenden Kreislauf, sie bauen aufeinander auf und bringen einander hervor. Dieser Grundgedanke aus der TCM lässt sich auf andere Projekte anwenden. Derselbe Zyklus wird im Laufe eines Jahres, aber auch eines Tages oder innerhalb eines Menschenlebens durchlaufen. Werden wir uns z. B. bewusst, in welcher Phase wir uns gerade befinden, sagt das etwas über die Art der Energie aus.

Welche Eigenschaften werden dem Winter zugeordnet?

Er wird in der TCM dem Element Wasser zugeordnet, das sich in seinem flüssigen Aggregatszustand durch eine hohe Anpassungsfähigkeit auszeichnet. Wasser ist formlos und gleichzeitig formbar. Es kann von einem unbedeutenden Rinnsal zu einem mächtigen Strom anschwellen. Einen Tropfen oder einen Ozean bilden. Wasser hat zudem tragende Eigenschaften: Auf der Wasseroberfläche kann man sich z.B. ohne Anstrengung treiben lassen.

Wie nutzen wir diesen Impuls in der Kinesiologie?

Es benötigt Vertrauen in das eigene Können und in die tragende Eigenschaft des Wassers. Aber es bedarf auch des Mutes einfach loslassen zu können. Dem Fluss des Lebens folgend, ohne Angst, besonnen neue Wege formen und diese zu beschreiten. Gleich dem Wasser, das sich durch den Sand schlängelt und eine neue Spur zeichnet. So auch in der kinesiologischen Beratung, die zum Ziel hat, neue Einsichten, Erfahrung und Klarheit zu ermöglichen. Beruhend auf der TCM kann die Kinesiologie Blockaden lösen und das Energiesystem ins Gleichgewicht bringen. Das hier exemplarisch am Winter vorgestellte Modell findet auch Einsatz im kinesiologischen Coaching und in der Gruppenarbeit. Eine neue Eingangstür eröffnet immer die Möglichkeit, neue Einblicke zu gewähren.

Wie können wir die Winter Energie für uns nutzen?

Wir können sie nutzen, um im Alltag das Loslassen zu üben. Loslassen von Sachen und Gewohnheiten, die überflüssig geworden oder nicht mehr notwendig sind. Oder auch solche, die nicht mehr zu passen scheinen. Es ist keine kämpferische Energie, sondern eine Energie, die aus einer tiefen inneren Ruhe entsteht. Sie knüpft direkt an unser Urvertrauen an. Das gelingt am besten, wenn man sich auf das Wechselspiel von Ruhe und Kraft einlässt. Zu einem Annäherungsversuch können hier die Lebensphasen anregen.

Die Lebensphasen als Annäherungsversuch

Das Wasserelement wird dem Alter zugeordnet, dem letzten Lebensabschnitt. In dieser Phase kehrt bei den meisten Menschen etwas Ruhe ein, manches geht langsamer von der Hand, der Ruhestand steht an. Auch der Körper setzt seine Grenzen. Reich an Lebenserfahrung tritt eine gewisse Gelassenheit ein. Das Tun weicht der Betrachtung. Die Gesellschaft mag die Eigenschaften pauschal als Verlust oder Einschränkungen bewerten. Sie können jedoch auch als Zugewinn oder gar als Befreiung empfunden werden. Das kann jeder für sich selber entscheiden. Wann haben Sie zuletzt einfach mal gar nichts vorgehabt? Wann waren Sie faul oder haben sich so richtig gelangweilt? Wenn Sie an dieser Stelle lange nachdenken müssen, ist es vielleicht wieder an der Zeit.

“Wie komme ich am besten in die Stimmung?”

Das fragen Sie sich? Da gibt es unzählige Möglichkeiten. Das kann z. B. ein Saunagang oder ein Vollbad sein, ein Waldspaziergang, ein Tag am Wasser, gemütliche Kuschelzeit auf dem Sofa oder ein Ausschlafen ganz ohne Wecker sein. Auch sich Zeit zum Meditieren oder für einen Mittagsschlaf sind gute Alternativen. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, wichtig ist, dass sie gut tun und Freude bereiten. Finden Sie heraus, was zu Ihnen passt. Hier gilt das Motto: Einfach mal ausprobieren!
Genehmigt man sich ab und an solche kleinen Auszeiten und fordert diese für sich ein, wird man bald feststellen, dass die Ruhephasen ein großes Potential in sich bergen. Achten Sie darauf, die kleinen Oasen nicht sofort wieder mit Aktionismus vollzustopfen oder ihnen eine Sinnhaftigkeit geben zu wollen. Denn der nun entstandene leere Raum füllt sich, wie von selbst, mit Gefühlen, Gedanken und Beobachtungen, die andernfalls nie aufgekommen wären.

Übung macht den Meister

Mit der Zeit wird die gesamte Wahrnehmung bewusster und Körpersignale können frühzeitig gehört, gesehen, gefühlt und somit erkannt werden. Ganzheitlich betrachtet, können unspezifische Symptome auf einen Verlust des inneren Gleichgewichts deuten. Treten Kopfschmerzen, Verspannungen, Schlafstörungen, Verdauungsprobleme etc. häufiger auf, sollten diese als Warnsignale von Körper, Geist und Seele ernst genommen werden.

Der Winter ist blau

Eine weitere Zuordnung in der TCM ist die zur Farbe Blau, die ganzheitlich gesehen, eine beruhigende und klärende Wirkung besitzt. In allen Kulturen wird Blau mit dem Wasser und dem Himmel assoziiert. Das unendliche Wasser, der unenedliche Himmel werden blau wahrgenommen. Blau steht für Klarheit, Reinheit, aber auch für Beständigkeit. Vergleichbar mit einer gut durchschlafenen Nacht oder einem Tag ohne Termine und Verpflichtungen. Wer das für sich ausprobiert, wird feststellen, dass das nicht ohne Einfluss auf Kraft und Kreativität bleibt. Im Tageszyklus symbolisiert der Winter die Nacht, die Zeit zwischen zwei Tagen. Zeit zur Erholung, Ruhe, Rekonvaleszenz. In dem Sprichwort ‘Schlaf ist die beste Medizin.’ steckt viel Wahres. Übrigens, wer tagsüber genügend Pausen einlegt, benötigt weniger Schlaf.

Dafür ist in meinem Alltag kein Platz!

“Ich weiß nicht, wie ich das in meinem Alltag umsetzen kann!”
“Da habe ich keine Zeit dazu!”
“Das kann ich mir nicht leisten!”

Es ist nicht immer einfach umzusetzen.Ist aber erst einmal der Wille da, findet sich meist ein Weg. Hat man diesen direkten Zusammenhang zwischen Ruhe und Kraft öfter erlebt, wird es immer leichter fallen, sich Pausen einzurichten. Ist man sich darüber hinaus noch des hohen Energiepotentials bewusst, sind der Kreativität keine Grenzen mehr gesetzt. Die größte Einschränkung in unserem Leben sind unsere eigenen Gedanken. Ich erlebe das immer wieder in meiner Beratungstätigkeit als Kinesiologin. Schaffen wir es, Situationen mit einer offenen Einstellung zu begegnen, ergeben sich neue Wege und Möglichkeiten. Mit etwas Übung wird man der eigenen inneren Dialoge gewahr. Es stellt sich ein besseres Gefühl ein, für das, was im Moment stimmig ist und welche Bedürfnisse Priorität haben.

Wie kann ich die Energie des Winters für mich nutzen?

Die folgenden Fragen können Ihnen dabei helfen:

  • Wie kann ich mir neue Freiräume schaffen?
  • Wie / Wo kann ich Pausen einlegen?
  • Wo benötige ich mehr Ruhe?
  • Wo benötige ich mehr Abgrenzung?
  • Was darf pausieren? Was benötigt noch Zeit?
  • Wo möchte  ich dieses Jahr meine Energie hinlenken?
  • Wo werde ich fremdbestimmt?
  • Wann habe ich Angst, wo besitze ich kein Urvertrauen?

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Artikel erschienen in Mein Leben Live S. 86-88

kinesiologie sitzung beratunManches muss man einfach ausprobieren.

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