Corona – ein Balance-Akt

In diesen Zeiten spreche ich mit vielen Menschen. Das Telefonieren wird auf einmal wieder zum gutem Medium, um mit Freunden und Klienten in Kontakt zu treten. Uns alle verbindet die ungewisse Zukunft, sozusagen das hält momentan die gesamte Menschheit beschäftigt. Wir bewohnen alle unsere schöne Mutter Erde und hoffen, dass sie uns so wie wir sie kennen noch lange erhalten bleibt. Erschreckende Bilder erreichen uns aus Italien… und je näher diese kommen, desto bedrohlicher wirken sie auf uns. Doch nicht jeder geht gleich damit um. Bei meinen Telefonaten sind mir die zwei Extreme begegnet: unerschütterlicher Optimismus gestärkt durch den Glauben an das Gute und große Bedenken und Angst.

Heute Morgen , während des Meditierens kam mir diese alte Geschichte in den Sinn, die geht ungefähr so:

‘Ein Sufi-Meister war mit einem seiner Schüler auf Reisen durch die Wüste. Dem  Schüler hatte er aufgetragen, sich um das Kamel kümmern. Eines Abends kamen sie müde in einer Karawanserei an. Es war die Pflicht des Schülers das Kamel anzubinden, aber es war ihm zu lästig und erließ das Kamel einfach so draußen stehen. Stattdessen betete er zu Allah: “Bitte pass auf das Kamel auf.” Am Morgen, wie ihr euch schon denken könnt, war das Kamel verschwunden, gestohlen oder weggelaufen oder was auch sonst geschehen war. Der Meister fragte: “Was ist passiert? Wo ist mein Kamel?

Der Schüler antwortete: “Ich weiß es nicht. Frage Allah! Ich habe ihn nämlich gebeten auf das Kamel aufzupassen, weil ich zu müde war. Ich war es also nicht und bin auch nicht verantwortlich. Nicht nur einmal, sondern drei Mal haben ich es ihm sogar gesagt und das ganz deutlich! Du sagst uns doch immer: ‘Vertraue auf Allah!’ Also habe ich ihm vertraut. Schau mich nicht so böse an!”

Der Meister antwortete: “Vertraue auf Allah, aber binde zuerst dein Kamel an…

Diese Geschichte flog mir sozusagen in meinen Schoß, um das auszudrücken, was ich momentan fühle und denke. Gestärkt durch ein unendliches Gottvertrauen, bewahre ich meinen inneren Frieden, was im Umkehrschluss nicht bedeutet, dass ich unbedarft und ohne Vorsicht bin. Vorsicht in Zeiten der Corona Pandemie bedeutet für mich, mein Leben auf das existenzielle herunterzuschrauben, seine private Situation im Einklang mit dem Allgemeinwohl zu bringen. Gemeinsam und doch jeder für sich kann jeder seinen Betrag dazu leisten.

Es erfordert einen Balance-Akt zwischen Vertrauen, Freude, Balance und auf der anderen Seite Vorsicht, Besonnenheit, Mitgefühl.

Das wird die große Herausforderung in den nächsten Wochen und Monaten. Für jeden einzelnen und für die gesamte Menschheit. Duch die Corona Pandemie rückt die ganze Menschheit wie nie zuvor enger zusammen und gleichzeitig in einem Außnahmezustand der Isolation.

Ganz außergewönliche Zeiten, Zeiten der Corona Pandemie, kommen auf uns zu, lasst uns sie nutzen, um gemeinsam etwas Neues zu schaffen.

Ich biete online Begleitung über PC oder Telefon an. Wie das geht, hier Infos.

 

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