Erlebnis: Barfußgehen

Barfußschuhe sind ein Erfahrung wert!

seit über 1 ½ Jahren trage ich nun Barfußschuhe, und das, obwohl ich Schuhe über alles liebe, Frau halt! Ich hatte gute und oft ausgefallene Schuhe, die den unterschiedlichen Anlässen, eine gewisse Würdigung gaben. In Spanien aufgewachsen, liebe ich traditionelle Lederschuhe mit dem gewissen Etwas. Manchmal ist es eine besonders geformte Schnalle, eine Perle oder eine bunte Stickerei. Manchmal hat mich auch nur das haptische Erlebnis der Lederqualität gefallen oder der besonders satte Ton von cognacfarbenen Pumps.

Wieso laufe ich seit 549 Tagen in denselben Schuhen?

Ganz einfach, die haben mein Leben verändert. Vor ein paar Jahren hatte ich immer häufiger mit Fußproblemen zu tun. Fersensporn abwechselnd am linken oder rechten Fuß, ein Hallux Valgus war auf einmal da, ich hatte Schmerzen beim Auftreten und knickte öfters um.

Es folgten viele Einlagen, ein ernstes Schuhproblem, Spritzen in die Fersen…

Tapfer habe ich trotz Schmerzen viel Bewegung in meinen Alltag integriert, manchmal trat Besserung ein, doch es kamen immer wieder Rückfälle.

1 ½ Jahre später bin ich völlig symptomfrei, Dank der Umstellung auf Barfußschuhe! Durch Empfehlung bin ich auf Leguano Schuhe gekommen, die täglich zum Einsatz kommen und immer noch die ersten sind.

Was ist das Geheimnis?

Während wir in konventionellen, eher starren Schuhen die Füße abrollen indem wir zuerst mit der Ferse auftreten, benutzen wir beim Barfußlaufen den sogenannten Ballengang. D.h. wir treten mit der ganzen Sohle auf und das Körpergewicht verteilt sich auf den ganzen Fuß. Dadurch ist die Belastung auf die einzelnen Fußregionen geringer und man STEHT buchstäblich BESSER AUF DEN EIGENEN FÜßEN.

Wie hat sich mein Leben dadurch verändert?

Alles: Fersensporn Ade, der Hallux Valgus hat sich zurückgebildet und die Schmerzen sind weg. Beschwerdefrei wieder gehen zu können ist eine tolle Entwicklung, aber das ist noch nicht alles. Durch das Barfußgehen verändert sich auch die Wahrnehmung des eigenen Körpers. Ich bekam ein Gespür für meine Körperhaltung: „Hey, warum läufst du eigentlich so nach vorne gebeugt? Als ob mein Verstand schneller sein wollte als mein Körper.“, denke ich oft und richte mich automatisch immer wieder auf. Dieses einfache Korrektiv führt mich zu einem höheren Bewusstsein für den Moment und ist gleichzeitig eine einfache und doch so effektive Zentrierungsübung. Der ständige Kontakt mit der Mutter Erde hilft sich zu ERDEN und sich in seinem Sein besser zu VERANKERN.

Ein toller Nebeneffekt der nicht zu verachten ist: LIEBE FRAUEN! NIE MEHR KALTE FÜßE HABEN!!! (Für alle anderen, die kalte Füße haben natürlich auch, aber es ist nun mal bewiesen ein Frauenthema.)

Du möchtest es auch mal ausprobieren?

Kaufe dir deine ersten Barfußschuhe (Mittlerweile gibt es viele Anbieter und eine stetig wachsende Fangemeinde, die in diversen social media Plattformen aktiv ist)

Fange sehr behutsam an, am besten auf weichem Waldboden und nicht zu lange, manchmal reichen schon 10-15 Min.

Am Anfang können die Füße schon etwas weh tun, du spürst jeden einzelnen Stein, das ist normal. Gehe achtsam mit dir um.

Gönne dir nach dem Barfußgehen, ein Fußbad und massiere die Füße anschließend mit einem gutem Öl.

Wann immer du kannst und Lust hast, Schuhe ausziehen! Laufe barfuß! Zu Hause oder im Garten, auf der Wiese, Sand oder Kiesel. Deine Füße werden es dir danken diese unterschiedlichen Untergründe zu fühlen. Und ganz nebenbei werden wichtige Massagepunkte an der Fußsohle aktiviert.

Sehr gut dazu passen auch Kneipp-Anwendungen. Durch kurzes Treten in kaltem Wasser wird die Durchblutung angeregt und in die Füße gelenkt. Bitte beachten: Die Füße müssen vorher immer warm sein.

Barfußgehen: Was ist das Geheimnis?

Während wir in konventionellen Schuhen die Füße abrollen, benutzen wir beim Barfußlaufen den Ballengang. Wir treten mit der ganzen Sohle auf und das Körpergewicht verteilt sich auf den ganzen Fuß. MAN STEHT BESSER AUF SEINEN FüßEN.

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